Sommer, Sonne, Freibad: Für Kinder gibt es kaum etwas Schöneres. Doch im und am Wasser kann schon ein einziger Moment der Ablenkung schlimme Folgen haben. Um Unfälle zu vermeiden, helfen einfache und extrem wirksame Vereinbarung, allen voran: die Abklatsch-Regel.
Habt ihr schon mal von der Abklatsch-Regel gehört? Sie geht so: Bevor euer Kind ins Wasser geht, muss es bei Mama oder Papa abklatschen. Für euch bedeutet das unmissverständlich: Ich bin ab jetzt aktiv in der Verantwortung.
Denn oft lauert am Wasser die Gefahr der kollektiven Unaufmerksamkeit. Man sitzt oder steht als Gruppe zusammen, kommt ins Quatschen und denkt: „Wir sind ja alle da, irgendwer ist schon gucken.“ Genau dieser Gedanke ist lebensgefährlich: So kann ein Kind im Wasser unglaublich schnell und völlig unbemerkt in Not geraten.
Es muss also immer eine Person bestimmt werden, die ganz aktiv und ohne Ablenkung hinsieht. Wenn mehrere Erwachsene zusammen sind: Sprecht euch unmissverständlich ab, wer gerade die Aufsicht hat – und haltet euch daran.
Das große Missverständnis: Ertrinken ist leise
Viele Menschen haben durch Filme eine falsche Vorstellung vom Ertrinken. Sie glauben, Betroffene würden laut um Hilfe schreien oder wild mit den Armen winken.
Bei Kindern ist das Gegenteil der Fall: Sie ertrinken meist völlig leise: Sie haben in einer solchen Notsituation keine Luft mehr zum Schreien. Sie können sich nicht koordinieren. Und gehen tatsächlich geräuschlos unter.
Macht euch deshalb klar: Eine lückenlose Überwachung ist überlebenswichtig!
Die Eltern-Regeln: So bleibt Plantschen sicher
Damit der Ausflug an den Pool, den See oder ins Schwimmbad für alle sicher bleibt, gelten auch für euch Eltern drei goldene Regeln:
Maximal eine Armlänge Abstand: Kinder, die noch nicht schwimmen können, gehören im Wasser grundsätzlich immer in direkte Armlänge einer Aufsichtsperson, um sie im Notfall schnell greifen zu können.
Schwimmhilfen sind kein Schutz: Schwimmflügel, Ringe oder Westen sind reine Auftriebshilfen. Sie ersetzen niemals den aufmerksamen Erwachsenen und retten ein Kind nicht vor dem Ertrinken.
Fokus NUR aufs Kind: Wer das Kind beim Baden beaufsichtigt, steckt das Handy weg. Ins Smartphone gucken ist als Aufsichtsperson ein absolutes No-Go. Auch nicht kurz.
