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Spaß am Malen: Klecksen erwünscht!

Spaß am Malen: Klecksen erwünscht!

Die meisten Kids lieben Malen und Zeichnen: Mit Straßenkreide auf dem Gehweg, mit Holzstiften auf Papier oder mit – leider wasserfesten – Markern auf den Wänden. Das ist mehr als Zeitvertreib oder „Kritzelei“, es ist eine echte Superpower! Sechs Gründe erklären euch, warum das so ist. Plus: Wie ihr euer Kind unterstützen könnt, diese Kraft auszuleben.

Ist euer Nachwuchs ein kleiner Picasso? Oder eher ein van Gogh? So oder so: Wenn ihr viele schöne, lustige und außergewöhnliche Bilder bekommt, ist das toll! Denn Malen und Zeichnen hat viele Vorteile für seine Entwicklung und das spätere Leben. Das sind die sechs wichtigsten:

1. Kreativität bekommt Raum

Kinder denken nicht in Grenzen. Ein grüner Himmel oder eine rosafarbene Katze? Kein Problem! Beim Malen und Zeichnen dürfen sie die Welt so gestalten, wie sie sie wahrnehmen oder gerne hätten. Das stärkt ihre Vorstellungskraft und fördert kreative Denkprozesse. Fähigkeiten also, die später auch in Mathe, beim Problemlösen oder im Berufsleben wichtig sind. Denn kreative Menschen finden oft neue Wege, wenn andere nicht weiterkommen.

2. Gefühle werden sichtbar gemacht

Nicht jedes Kind kann oder will immer sagen, was in ihm vorgeht. Wenn es malt, drückt es oft seine Emotionen aus: Freude, Wut, Angst, Neugier. Für euch als Eltern kann das ein Fenster in die Gefühlswelt sein. Bekanntermaßen sagt ein Bild manchmal mehr als tausend Worte. Fragt mal nach:  „Erzähl mir von deinem Bild!“ So entstehen oft spannende Gespräche.

3. Die Feinmotorik wird spielerisch gestärkt

Stift halten, Pinsel führen, Farben anmischen, Linien nachziehen: All das trainiert die Feinmotorik. Ohne dass es sich wie Üben anfühlt, werden die Handmuskeln gestärkt und die Hand-Auge-Koordination verbessert. Das hilft später beim Schreibenlernen oder beim Basteln und Werken.

4. Das Selbstbewusstsein wird aufgetankt

„Schaut mal, was ich gemalt habe!“ Diesen Satz habt ihr sicher schon oft gehört. Auch wenn euch beim achten Bild des Tages der Enthusiasmus verloren gehen sollte: Guckt hin und freut euch! Denn wenn euer Kind etwas Eigenes erschafft, ist es stolz. Es erlebt, dass es etwas kann. Bekommt es dann ein ehrliches Lob, tut ihm das doppelt gut. Macht euch klar: Es geht nicht darum, ob das Bild „schön“ im klassischen Sinn ist, sondern dass es ein selbst gemaltes Bild ist. Ein echtes Unikat eben.

5. Geduld und Ausdauer werden trainiert

Nicht jedes Kunstwerk gelingt auf Anhieb. Manchmal braucht es mehrere Versuche oder neuen Input. Wenn euer Zwerg malt oder zeichnet, lernt er ganz nebenbei, dranzubleiben, zu verbessern, umzudenken und mit Frustration umzugehen. Das ist eine wertvolle Fähigkeit. Nicht nur für die Schule, sondern fürs Leben.

6. Es beruhigt und fördert die Konzentration

Ihr habt ein Kind, das vor Energie fast explodiert und sich schwer damit tut, zur Ruhe zu finden? Malen und zeichnen kann dann helfen, sich zu entspannen und auszuruhen. Wenn sich euer unruhiger Geist immer wieder ablenken lässt, kann ein Hörspiel oder sanfte Musik über Kopfhörer helfen, sich besser zu konzentrieren. 

So motiviert ihr euren Knirps zum Malen und Zeichnen

Keinen oder nur selten Bock aufs Kreativsein? Es gibt ein paar Dinge, die ihr tun könnt, damit euer Kind (mehr) Lust aufs Malen und Zeichnen hat:

  • Ausreichend Material bereitstellen: Es muss kein teures Profi-Zeug sein. Buntstifte, Wasserfarben, Papier, Pinsel, Kreide – alles, was Lust aufs Malen macht, ist willkommen. Ab und zu ein paar neue Utensilien können einen extra Motivationsschub bringen.
  • Platz zum Kreativsein schaffen: Ein fester Platz am Küchentisch oder eine kleine Bastelecke im Kinderzimmer zeigen eurem Kind: „Hier darf ich mich künstlerisch austoben.“
  • Nicht zu viel eingreifen: Lasst euer Kind einfach machen! Fragt nach, zeigt euch interessiert, aber bewertet nicht. Wenn ihr dagegen Druck macht, könnte das den Spaß verderben.
  • Gemeinsam kreativ sein: Malt zusammen! Das verbindet und macht uns Erwachsenen mal wieder bewusst, wie befreiend und entspannend Kreativität sein kann.

Nicht jedes Kind liebt Zeichnen – und das ist völlig okay. Akzeptiert es einfach. Sicher hat euer kleiner Malmuffel andere Stärken. Vielleicht zeigt er seine Kreativität eher durch Musik, Bewegung, Rollenspiele oder Technik? 

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