Streit unter Geschwistern, kleinen Freundinnen oder Freunden? Auch Auseinandersetzungen gehören zum Kinderalltag. Und sind, auch wenn das erst mal komisch klingt, gut! Denn wer streiten kann, kann auch seine eigenen Grenzen abstecken, sich selbst behaupten, Kompromisse finden und sich wieder versöhnen.
Gründe sich zu streiten, finden Kinder problemlos. Mal geht es um ein bestimmtes Spielzeug, dann hat ein Knirps einfach schlechte Laune oder fühlt sich ungerecht behandelt. Wie unter uns Erwachsenen gibt es streitlustigere kleine Menschen, die schnell auf 180 sind – und friedliche Zwerge, die lieber nachgeben als sich lange zu zoffen.
Streiten sich zwei Kinder, nützt es wenig, als Elternteil mit einem lauten „Hört auf zu streiten!" dazwischen zu gehen. Besser ist es, die kleinen Streithühnchen darin zu unterstützen, gemeinsam eine Lösung zu finden. Eure Aufgabe ist es dabei zu vermitteln, nicht zu urteilen. Ihr müsst diesen Streit nicht schlichten und nicht entscheiden, wer nun Recht oder Unrecht hat, was falsch oder richtig ist.
Ein paar Grundregeln in der Familie helfen aber, dass der Streit nicht zu fies wird:
- Wir schlagen und hauen nicht.
- Wir beschimpfen uns nicht.
- Wir schreien nicht.
- Wir lassen andere ausreden.
- Wir sagen „Stopp“, wenn uns etwas zu viel ist.
- Wir holen uns Hilfe, wenn wir alleine nicht weiterkommen.
